Bad Harzburg (Niedersachsen)

Bad Harzburg liegt im südlichen Niedersachsen, am nördlichen Rand des Harzes und hat sich als Soleheilbad und heilklimatischer Kurort einen Namen gemacht. „Schonklima“ nennen Experten diese Übergangsstufe, die sich aus der besonderen geografischen Lage ergibt.

Hier ist man – in waldreicher Umgebung – nicht mehr im Flachland, hat es aber auch noch nicht mit einem echten Mittelgebirgsklima zu tun. Bad Harzburgs Karriere als Kur- und Badeort begann in den 1830er Jahren. Nach dem Vorbild mondäner Badekurorte wurden Kuranlagen errichtet, und die dazugehörenden Institutionen – Hotels, Spielkasino und Pferderennbahn – natürlich auch. Seinen heutigen Namen führte der Ort damals allerdings noch nicht. Neustadt unter der Harzburg lautete die offizielle Bezeichnung. Doch als der Kurbetrieb richtig ins Rollen kam , erschien „Neustadt“ den Neustädtern doch ein wenig profan. 1892 wurde der Ort in Bad Harzburg umbenannt. Seit 1929 können Gäste den knapp 500 Meter hohen Bad Harzburger Hausberg – Großer Burgberg genannt – auch mittels Schwebebahn erklimmen. Auf dem Gipfel kann man die Ruinen der alten Harzburg besichtigen, die im 11. Jahrhundert als trutzige Feste angelegt wurde. In den 50er und 60er Jahren galt Bad Harzburg noch als ziemlich schick und reichlich teuer. In den 1980er Jahren sah man sich mit der Krise konfrontiert. Der Charme von einst war verblasst, das Publikum überaltert. Junge Leute und Familien zog es woanders hin.

Mit attraktiven Angeboten haben Touristiker und Hoteliers Bad Harzburg im folgenden Jahrzehnt dann wieder flott gemacht. Kurgästen und Kurzurlaubern bieten Stadt und Umgebung heute mehr denn je. Gut beschilderte Touren führen auf gemütlichen und anspruchsvolleren Wegen durch den Nationalpark Harz, der quasi vor der Haustür liegt. Sportive Frischluftfans können sich auf Mountainbikestrecken oder im Hochseilgarten austoben. Outdoor- und eine Gleitschirmschule helfen Einsteigern auf die Sprünge. Familien mit kleinen Kindern können sich ein buntes Urlaubsprogramm zusammenstellen: Märchenwald, Puppentheater und ein Freizeitpark mit Reitgehege stellen sicher, dass sich auch in den untersten Altersklassen keine Langeweile einstellt. Und bei schönem Winterwetter ist eine Wanderung zum Molkenhaus und die anschließende, drei Kilometer lange Rodelpartie ein Superspaß für Klein und Groß. Eine Übernachtung in Bad Harzburg muss längst nicht mehr teuer sein, das Hotelbettenangebot ist heute breit gefächert. Mit 2-, 3- und 4-Sterne Hotels, Pensionen, Privatzimmern und Campingplatz ist man längst auf Gäste mit unterschiedlichsten Ansprüchen eingestellt. Ein Preisvergleich lohnt unbedingt – auch wenn man schon Stammgast ist. Die Soletherme und Harzburgs Hotels locken immer wieder mal mit Schnupperangeboten und besonderen Arrangements.

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