Beckum (Nordrhein-Westfalen)

In Nordrhein-Westfalen nicht weit von Lippetal, Ahlen und Oelde liegt das 39.000 Einwohner große Beckum mit seinen vier Stadtteilen Beckum, Neubeckum, Vellern und Roland. Zwar gibt es Fundstücke, wie das Steinkistengrab, die auf erste Siedlungen in der Jungsteinzeit hinweisen, aber urkundlich das erste Mal Erwähnung fand die Stadt erst 1134 als „Bekehem“ bzw. „Bikehem“.

Das Wappen des 1124 mit Stadtrechten ausgestatteten Beckums verweist mit seinen drei Silberverläufen auf rotem Grund auf die drei bedeutendsten Flüsse dieser Gegend: Kollenbach, Lippbach und Siedenbach. Zeuge aus der älteren Vergangenheit ist vor allem der Buddenturm, der als letzter noch erhaltener Wehrturm der Stadtbefestigung heute die Heimatstube beherbergt. Ebenfalls sehr schöne Bauwerke sind beispielsweise das alte Rathaus, das vermutlich aus dem frühen 15. Jahrhundert stammt, die Reste des Augustinerklosters Blumenthal und allen voran natürlich die Propsteikirche St. Stephanus und Sebastian. Diese lockt von weither viele Touristen und Kunstinteressierte an, und zwar nicht nur aufgrund der historischen Klaisorgel sondern, um den Prudentiaschrein zu sehen. Dieser goldene Schrein stammt aus den 1230er Jahren und ist Westfalens wertvollster Reliquienschrein.

Die wunderschöne Lage in den sogenannten Beckumer Bergen verspricht neben viel Kulturgeschichte auch die für einen Urlaub nötige Entspannung. In und um Beckum herum gibt es drei Naherholungsgebiete, drei Landschaftsschutzgebiete und fünf Naturschutzgebiete. Dementsprechend kann man hier Reiten, Wandern, Rad fahren und an einer Kletterwand das Berg steigen üben. Über 370km Rad- und Wanderwege gilt es in und um Beckum zu entdecken.

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